ASB Saarland :: ASB bei Grossübung in Saarbrücken

12.11.16, ASB Rettungsdienste

ASB Rettungsdienst bei Großübung

Gestern Nacht übten im Saarbrücker Hauptbahnhof gemeinsam alle Hilfsorganisationen (ASB, DRK, MHD, BFW), Bundespolizei, Polizei, Feuerwehr, THW, Notfallseelsorger und die Deutsche Bahn das Szenario eines kompletten Stromausfalls mit einem schweren Zugunglück und vielen Verletzten.

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Außerdem mussten zwei Nahverkehrszüge und ein ICE durch die Bundespolizei und Rettungsdiensten evakuiert werden.
Insgesamt 760 Teilnehmer üben in realistischem Szenario.
Die Lage:
Gegen 23 Uhr fiel der Strom aus und ein Nahverkehrszug fuhr ungebremst auf einen Prellbock. Sofort liefen Schaulustige an die Unfallstelle und zwei Reisende informierten die Polizei und die Bahnleitstelle in Karlsruhe. Die Feuerwehr trifft ein, sichert die Unfallstelle ab und sorgt mit Bahnmitarbeitern für die Sicherheit beim Strom der als Reststrom in den Oberleitung vorhanden ist. Bahnmitarbeiter versuchen den Bahnsteig zu sichern.
Dann erfolgt die Evakuierung der nicht oder wenig Verletzten und schließlich, mit Eintreffen der Hilfsorganisationen, die Versorgung der Schwerverletzten. Eine Triage wird eingerichtet und die Notärzte und ORGL stellen nach Erstversorgung den Abtransport in die umliegenden Kliniken sicher. Auf dem Bahnhofsvorplatz stehen die Rettungsfahrzeuge und die Verletzten werden weiter versorgt, umgelagert auf die Fahrtragen und abtransportiert.

Hier gilt es mit allen Hilfsorganisationen gut zusammen zu arbeiten - im Saarland eine geübte Tradition, denn Helfen steht an erster Stelle.

Im Anschluss daran folgt die Evakuierung der Reisenden aus den liegengebliebenen Zügen und dem ICE. Hier wird der Einsatz der Bundespolizei wegen teilweise randalierenden Personen notwendig, da diese über 1 Stunde in den Zügen ausharren mussten. Notfallseelsorger und psychologische Betreuer sind dann gefragt.
Das THW übt den Aufbau von Rettungswegen über die Gleise und die Feuerwehr kann die Technik zum Öffnen von Zugwagons
mit schwerem Gerät einsetzen.
Bis 1 Uhr 30 ist die Verletztenversorgung soweit abgeschlossen.
Gegen 2 Uhr erfolgt dann die Räumung des Bahnhofs wegen einer Bombendrohung durch die Bundespolizei als besondere Zusatzübung.
Danach erfolgt die Beendigung der Großübung.
Sicherlich ein beeindruckendes Erlebnis für alle Beteiligten.
Der ASB Landesverband dankt den Auszubildenden zum Notfallsanitäter, den Lehrrettungsassistenten Peter Krupp und Marius Werber, sowie der Notärztin Dr. Waltz für Ihren Einsatz.

12-NOV-2016